Am Freitag, den 24. April 2026, fand im Feuerwehrhaus Mattersburg ein Schulungsabend zum Thema „Informationen zum Katastrophenhilfsdienst (KHD) der Feuerwehren im Bezirk“ statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, Neuigkeiten, Abläufe und technischen Möglichkeiten im Bereich des KHD zu vermitteln und zu vertiefen.
Zu Beginn begrüßte Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Adi Binder die zahlreichen Teilnehmer. Unter den Anwesenden befanden sich Behördenvertreter, Bürgermeister der Gemeinden, Mitglieder des Bezirksfeuerwehrkommandos sowie des Bezirksführungsstabes, Kommandanten, deren Stellvertreter und Zugskommandanten der Feuerwehren des Bezirks sowie Führungskräfte anderer Blaulichtorganisationen.
Im Anschluss erfolgte die Aufteilung in zwei Gruppen, um eine möglichst praxisnahe und intensive Schulung zu gewährleisten.
Der erste Teil der Ausbildung fand im Lehrsaal statt. Bevor im Lehrsaal Platz genommen wurde, stellte die Firma BRAUN FEUERWEHRTECHNIK GmbH einen speziellen Tisch für die Lageführung sowohl in einem Bezirksführungsstab als auch im freien vor und ging dabei auf die einzelnen Funktionen näher ein. OBR Adi Binder erläuterte anschließend den Ablauf der Alarmierung sowie das Hochfahren des Bezirksführungsstabes und ging ausführlich auf die organisatorischen Hintergründe ein.
Im Anschluss stellte HBI Daniel Benczak die Einsatzmöglichkeiten von Office 365 als Unterstützung bei der Stabsarbeit vor. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Führung eines digitalen Einsatztagebuches, auf das alle Stabsmitglieder gleichzeitig zugreifen können, wodurch eine effiziente und transparente Dokumentation gewährleistet wird. Ergänzend dazu präsentierte der Bezirksreferent für Funk das System „Starlink“, ein satellitengestütztes Internet-System, das eine unabhängige und stabile Kommunikationsverbindung auch bei Ausfall herkömmlicher Infrastruktur ermöglicht und mittlerweile für alle Bezirke angeschafft wurde. Abschließend gab Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner einen umfassenden Einblick in den 5-Stufenplan des Landes Burgenland. Dabei erläuterte er die ursprünglichen Planungen, bereits umgesetzte Maßnahmen sowie zukünftige Beschaffungen und ging auf die einzelnen Bereiche näher ein.
Der zweite Teil der Schulung wurde im Außenbereich abgehalten. Dort wurden die im Bezirk Mattersburg stationierten Sondergeräte aufgebaut und praxisnah vorgestellt. Dazu zählten unter anderem der Wechsellader mit verschiedenen Anbaugeräten, der Teleskoplader, ein 100 kVA Notstromaggregat, ein Einsatzboot sowie eine Sandsackfüllanlage. Jedes dieser Geräte wurde im Detail präsentiert, wobei auf technische Kennwerte, Einsatzmöglichkeiten und vorhandene Ausrüstung eingegangen wurde. Ebenso wurden die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die konkreten Alarmierungs- und Anforderungswege erläutert.
Nachdem beide Gruppen sämtliche Stationen durchlaufen hatten, wurde der Schulungsabend gemeinsam reflektiert. Die Ausbildung wurde von den Teilnehmern durchwegs sehr positiv aufgenommen und als äußerst wichtig erachtet, um im Bereich des Katastrophenhilfsdienstes auf dem neuesten Stand zu bleiben. Auch seitens der Behörden wurde die Veranstaltung sehr gelobt, da sie einmal mehr verdeutlichte, wie gut die Feuerwehren aufgestellt sind und welch intensiver Ausbildungsaufwand hinter dieser Einsatzbereitschaft steht. Den Abschluss bildete eine kleine Verpflegung, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit nutzten, sich in kameradschaftlicher Atmosphäre weiter auszutauschen.


