2021 01 24 Hilfeleistung Kroatien 001Im Jänner startete die Freiwillige Feuerwehr Loipersbach eine Hilfeleistungsaktion für die kroatische Erdbebenregion.

Im Dezember 2020 und Jänner 2021 wurden Teile Kroatiens von Erdbeben erschüttert. Rund 50 000 Menschen waren von diesen Beben betroffen. Unzählige Häuser wurden schwer beschädigt oder gar ganz zerstört. Durch Hilfsaktionen verschiedenster Organisationen und Länder konnten rasch notwendige Lebensmittel, Hygieneartikel, Baumaterialien und Wohncontainer ins Krisengebiet geschafft werden. Aus diesem Anlass setzte sich die Feuerwehr Loipersbach mit der kroatischen Botschaft in Wien in Verbindung, um zu erfahren, ob Hilfe benötigt wird. Daraufhin wurde uns ein Zielort zugewiesen und benötigte Mittel bekanntgegeben.  

Auch die Freiwillige Feuerwehr Loipersbach beschloss daraufhin, eine Hilfeleistungsaktion zu starten und konnte die Feuerwehren der Gemeinden Pöttelsdorf, Stöttera, Zemendorf, Neudörfl, Rechnitz und die Feuerwehr Rauchenwarth aus Niederösterreich zur Unterstützung gewinnen. Die Gemeinde Bad Sauerbrunn mit Unterstützung der FF Bad Sauerbrunn beteiligte sich ebenfalls an der Hilfsaktion. Parallel zu den Sammelaktionen in den jeweiligen Feuerwehrhäusern wurde die Planung des Transportes ins Krisengebiet durchgeführt und sämtliche Behördenwege bewältigt.

Die gesammelten Hilfsgüter wurden in Baumgarten in der Gerätehalle von Martin Lichtenberger, dem unser besonderer Dank gilt, gesammelt, sortiert und auf die Fahrzeuge verladen. Insgesamt konnten so 76 Paletten mit einer Gesamtmasse von 45t bereitgestellt werden. Vor der Abfahrt wurde bei der gesamten Mannschaft ein Corona-Test in der Ordination von Frau Dr. Michaela Pinter in Stöttera durchgeführt, welcher negativ verlief. In diesem Zuge möchten wir uns bei Frau Dr. Pinter recht herzlich für die Unterstützung diesbezüglich bedanken.

Der Hilfskonvoi mit 14 Fahrzeugen brach am 24.1.2021 um 2:00 vom Feuerwehrhaus Pöttelsdorf auf nach Kroatien. Um wieder innerhalb von 24 Stunden Innerlandes zu sein, galt es einen strengen Zeitplan einzuhalten. Das Ziel des Hilfeleistungskonvois war die Region um die kroatische Kleinstadt Hrvatska Kostajnica, wo der Konvoi planmäßig um 11:30 eintraf. Am letzten Streckenabschnitt bot sich den Kameraden auch nach mehreren Wochen noch ein erschütternder Anblick. In einem örtlichen Sägewerk konnten die Hilfsgüter problemlos abgeladen und eingelagert werden. Nach der Danksagung des kroatischen Roten Kreuzes und einer kurzen Stärkung trat der Konvoi unter stärker werdendem Regen die Heimreise an. Trotz des Wetters konnte die Rückfahrt problemlos durchgeführt werden. Der Konvoi traf um 21:15, früher als erwartet, wieder in Pöttelsdorf ein.

Wir hoffen mit dieser Hilfeleistungsaktion in der Krisenregion ein Stück weitergeholfen zu haben. Dieser Hilfseinsatz hat die Kameradschaft und die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Feuerwehren zudem gestärkt und beweist, dass unsere Freiwilligen Feuerwehren auch in schwierigen Zeiten ein wichtiger und funktionierender Bestandteil der Gesellschaft sind. Die mitwirkenden Feuerwehren bedanken sich recht herzlich bei allen Firmen und Privatpersonen, welche Spenden, Fahrzeuge, Geräte, Paletten, Verpackungsmaterial und finanzielle Mittel für diesen Hilfeleistungskonvoi zur Verfügung gestellt und so erst die Durchführung dieser humanitären Hilfeleistungsaktion in diesem Maßstab ermöglicht haben.

   

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